Mit fortschreitender Pubertät gewinnen Umweltreize zunehmend an Bedeutung. Andere Hunde, Gerüche, Bewegungen und spannende Situationen ziehen die Aufmerksamkeit des jungen Hundes immer stärker auf sich. Was zu Hause oder auf dem Trainingsplatz bereits gut funktioniert, ist im Alltag deshalb noch lange nicht selbstverständlich abrufbar.
Viele Junghunde wirken in dieser Entwicklungsphase ungeduldig, schnell gestresst oder besonders impulsiv. Es fällt ihnen schwer, sich zurückzunehmen, Frustration auszuhalten und sich trotz Außenreizen weiterhin an ihrem Menschen zu orientieren. Manchmal entsteht sogar das Gefühl, dass das bisherige Training plötzlich nicht mehr ankommt.
Gerade jetzt ist es wichtig, dranzubleiben.
Denn auch wenn Fortschritte in dieser Phase nicht immer sofort sichtbar sind, hat das Training einen entscheidenden Einfluss auf die weitere Entwicklung Ihres Hundes. Verlässlichkeit entsteht nicht dadurch, dass ein Hund eine Übung grundsätzlich verstanden hat. Er muss lernen, das Gelernte auch in unterschiedlichen Situationen, an wechselnden Orten und unter zunehmender Ablenkung umzusetzen.
In diesem Kurs übertragen wir die bereits erarbeiteten Grundlagen gezielt in den Alltag. Die Anforderungen werden schrittweise gesteigert, ohne den Hund zu überfordern. Sie lernen, Ihren Hund auch in anspruchsvolleren Situationen klar anzuleiten, sinnvoll zu unterstützen und seine Aufmerksamkeit wieder zu sich zurückzuführen.
Im Mittelpunkt stehen dabei:
Die Übungen finden unter unterschiedlichen Bedingungen und mit steigender Ablenkung statt. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell immer schwierigere Situationen zu bewältigen. Entscheidend ist, dass Ihr Hund lernt, sich auch bei wachsender Aufregung wieder an Ihnen zu orientieren und ansprechbar zu bleiben.
Wir arbeiten praxisnah an verschiedenen Orten und greifen typische Herausforderungen aus dem Alltag auf. Bereits bekannte Übungen werden gefestigt, variiert und sinnvoll miteinander verbunden. Ruhe, Impulskontrolle und eine klare Kommunikation bleiben dabei wichtige Bestandteile des Kurses.
Der Junghundekurs II richtet sich an Mensch-Hund-Teams, die bereits Grundlagen in den Bereichen Orientierung, Leinenführigkeit, Rückruf und Basissignale erarbeitet haben und diese nun unter stärkeren Außenreizen festigen möchten.
Der vorherige Besuch des Junghundekurses I ist sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Auch erwachsene Hunde können teilnehmen, wenn sie an diesen Themen weiterarbeiten möchten und bereits über entsprechende Grundlagen verfügen.
Für individuelle Themen empfehlen wir ergänzend ein Einzeltraining.
Trainingsplatz in Heidelberg Kirchheim